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Wing Commander Reihe

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Die (unter PC-Spielern) sicher sehr bekannte ”Wing Commander“-Serie verkörpert die Geschichte der Computerspiele. Teil 1 handelt vom Beginn eines interstellaren Krieges. Im Jahre 2629 A.D. dringt ein Forschungsraumschiff der terranischen Föderation, die Iason, in den berüchtigten Vega-Sektor vor. Dort stößt es auf ein unidentifizierbares Raumschiff. Der Kapitän, Jedora Andropolous, sendet eine Grußbotschaft, woraufhin das Schiff das Feuer eröffnet und die Iason vernichtet... mit der ganzen Besatzung.

2634 A.D.: Die Konföderation erklärt den Angreifern, die sich als Kilrathi identifiziert haben, den Krieg.

2650 A.D.: Sie übernehmen die Rolle eines unerfahrenen Piloten. Sie wissen noch nicht, was für (teils schicksalsbetimmende) Aufgaben ihnen noch zugeteilt werden sollen. Denn noch im selben Jahr soll die TCS Tiger's Claw, das Trägerschiff, auf dem Sie stationiert sind, die Kilrathi aus dem System vertreiben. Der erste Teil der Serie( einfach nur Wing Commander) sieht aus wie ein Amiga-Spiel. VGA-Grafik wird zwar schon geboten, doch die Briefings und Dialoge bestehen aus mehreren Zeilen Text in unterschiedlichen Farben, untermalt von dem Portrait der jeweiligen Figur, die ihren Mund ziellos bewegt. Lediglich die eigentlichen Kampfhandlungen lassen sich halbwegs sehen. Die Schiff der Kilrathi sehen bedrohlich aus (soweit man sie übehaupt erkennen kann), und die KI reagiert auch schon relativ intelligent.

Teil 2 beginnt (”Vengeance of the Kilrathi“, so der Untertitel). Die Titelmonster sind weiter vorgedrungen. Die Tiger's Claw wurde zersört, und weil sie zufällig nicht an Bord waren, werden sie als Verräter angeklagt und versetzt. Sie lernen neue Leute kennen, sie fliegen Einsätze, und schließlich vertreiben sie (wenn sie alles richtig machen) die Kilrathi endgültig aus dem System, zurück zu ihrer Heimatwelt.

Der 2. Teil sieht graphisch eigentlich genauso aus wie Teil 1. Ein paar Neuerungen und eine WESENTLICH spannendere Story lassen das Spiel dennoch in neuem Licht erstrahlen. Außerdem lernt man Admiral Tolwyn kennen, der in den folgenden Teilen eine große Rolle spielt. Wer an dem Spiel gefallen findet, kann sich die CD Edition kaufen, die auf CD-ROM sowohl das Spiel als auch die Special Operations I + II enthält.

The show must go on! Es folgt der dritte Teil: ”Heart of the Tiger“

2669 A.D.: Der endgültige Gegenschlag ist geplant. An Bord der TCS Victory ist der bisher nicht bekannte Christopher Blair stationiert. Er soll die Wende bringen.

Hier folgte der Schritt gen Zukunft. ”Wing Commander 3“ bekam alle Elemente eines guten Computerspiels integriert. Man ist nicht mehr die (fast) namenlose, eintönige VGA-Figur über seinen (nicht selbst definierbaren) Dialogzeilen. Der Charakter bekam einen Namen: Colonel Christopher Blair. Doch damit nicht genug, wurden die einfachen One-Screen-Gespräche durch echt Video-Sequenzen ersetzt. Niemand anderer als Mark Hamill (bekannt als Luke Skywalker in ”Star Wars“) bekam die Rolle des heldenhaften Piloten. Die Kämpfe sahen auf einmal toll aus. Am Anfang bekommt man von Rachel Coriolis die Waffen und das Schiff vorgeschlagen, doch wenn's einem nicht passt, kann man die Voreinstellungen beliebig ändern. Dann gehts los, man schwingt seinen Hintern in das Schiff, und ab geht's. Die Polygongrafik sieht einfach gigantisch aus. Die Schiffe zerbersten beim Exitus in zig Teile, anstatt in einer Sprites-Explosion zu verschwinden. Kommunikation war zwar auch schon in den Vorgängern möglich, aber Entscheidungen sind erst ab Teil 3 gegeben. Im Idealfall schaffen sie es schließlich in einer fast endlosen letzten Mission, den Heimatplaneten der Fieslinge, Kilrah, zu zerstören.

Na, das hätte es doch sein müssen. Die Kilrathi sind weg (mehr oder weniger), Colonel Blair hat sich auf einer Farm zur Ruhe gesetzt. Doch was ist das? In ”The Price of Freedom“ erfolgen immer öfter Angriffe durch Piraten auf wichtige Föderationsstützpunkte. Wer soll helfen? Colonel Blair, der arme Pilot in der aktiven Reserve. Doch wie soll so eine kleine Sache 6 CDs füllen? Ganz klar, eine intergalaktische Intrige muss her. Und so findet Chris bald heraus, dass ein uns bekannter Admiral und seine Black Lance-Truppe, hinter den mysteriösen Angiffen steckt.

An der Technik hat sich kaum etwas geändert, aber die Story ist völlig umgekrempelt. Noch mehr Auswahlmöglichkeiten, vielseitigeres Missionsdesign und neue Charaktere (nachdem in Teil 3 fast alle umgekommen sind) hauchen dem Programm das Feeling ein, das man als Spieler braucht.

Leider ist hier nur mit der Anzahl der Titel kaum ein Ende in Sicht, spielerisch neigt sich die Spannung der guten Story eher in Richtung Commercial Trash. Da die Drehbuchautoren die Kilrathi haben sterben lassen, muss nun zwangsläfig eine neue fiese Rasse her. Da der Trend gerade bei schleimigen Insektoiden liegt, wird eine neue Geschichte für ”Wing Commander Prophecy“ zusammengemurkst. Da sich Mark Hamill doch langsam...Hmmm, wie drücke ich das jetzt halbwegs taktvoll aus... dem eher weniger filmreifen Alter zuwendet (das klingt gut), kommt nun ein blutjunger Hauptdarsteller her. Lt. Casey, der Sohn des aus Teil 1 bekannten, inzwischen von Kilrathi getöteten Iceman, tritt auf die Bildfläche. An Bord der TCS Midway, einem Schiff, das an Größe sicher unübertroffen ist, stationiert, wird der etwas unbeholfen wirkende Junge eher unfreiwillig zum Helden. Denn es gilt, zu verhindern, dass die Aliens ein Sprungtor, das von ihrem in unseren Sektor führt, aufbauen können.

Der letzte Teil der als Triologie vorgesehenen Spiele-Reihe ist eigentlich storymäßig schon eher ein Schritt zurück. Auch die aufgepeppelte 3dfx-Engine kann dem Programm nicht wirklich Atmosphäre verschaffen. Die Schiffe der Käfer sich zwar so richtig schön groß und gruselig, aber ansonsten geht bei dem Spiel kaum was ab. Als Schnäppchen vielleicht recht gut, aber sicherlich nicht der Must-Be-Bought der Reihe.

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